BLICK­­­•PUNKTE 2025 – 40 Jahre Kreativität

Nach langer Vorbereitung war es gestern endlich so weit. Zum krönenden Abschluss unseres Jubiläumsjahres eröffnete am Freitagabend unser erster Vorsitzender Michael Haus die Ausstellung. Die Bruchköbeler Bürgermeisterin Sylvia Braun würdigte in ihrem Grußwort das Engagement und die Begeisterung unserer Mitglieder, die sich in 92 beeindruckenden Werken von 22 Fotografen zeigt. Kommt vorbei! Die Türen des ARTriums im Inneren Ring 1c sind jeden Freitag, Samstag und Sonntag bis zum 14. Dezember zwischen 14 und 19 Uhr geöffnet. Lasst euch inspirieren und taucht ein in die Welt der Fotografie!

Auf der Pilzpirsch

An zwei Abenden der vergangenen Woche war das Fototeam Bruchköbel in einem Waldgebiet bei Eichen/Nidderau unterwegs. Ziel war es, Pilze in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren.

Die regnerische Witterung war kein Hindernis sondern Ansporn, wichtig war nur, dass sich die Pilze wohlfühlen. Und tatsächlich arbeiteten bald kleine Gruppen konzentriert an ihren Motiven – tief gebückt, knieend, liegend… aber nein, ich glaube niemand hat sich wirklich in den Matsch gelegt. Auf den Wegen durch das nasse Laub fanden sich zahlreiche Pilze in unterschiedlichsten Formen und Farben. Während der Wanderungen war immer auch Zeit für den Austausch zum Objekt, denn es waren ausgebildete Pilzberater dabei. Mit Geduld und einem geschulten Blick entstanden vielfältige Aufnahmen von nahen Details bis hin zu stimmungsvollen Gesamtansichten, von feinen Lamellen, glänzenden Tropfen oder dem zarten Geflecht aus Moos und Wurzeln. Manche Pilze wurden in sanftes Streiflicht getaucht, andere leuchteten mystisch im Dunkeln.

In der Dämmerung kam zunehmend künstliche Beleuchtung zum Einsatz. Noch etwas später wurde batteriebetrieben künstlicher Nebel geschaffen. Und noch etwas später dann, schon wieder zuhause, half bei manchem auch noch künstliche Intelligenz bei der Bildbearbeitung.

Eine kleine Auswahl der etwas anderen Pilzernte ist hier auf unserer Vereinsseite zu sehen. Sie zeigt, wie sich die Reize des Herbstes in Szene setzen lassen. Besonders dann, wenn Begeisterung und Entdeckerfreude im Spiel sind, entstehen Bilder voller Stimmung und Textur, die den Wald in seiner stillen Schönheit zeigen.

Dieser Beitrag enthält Bilder unserer Mitglieder Irmtraut Herrmann, Wolfgang Richter, Michael Joest, Peter Gasselsdorfer und des Autors

Zingst, Nationalparktage 2024

Von unserem Mitglied Peter Gasselsdorfer

Am 28. und 29. September 2024 fanden in Zingst wieder die Nationalparktage statt. Neben dem Besuch des Festplatzes mit Ausstellungen am Schlösschen an der Sundischen Wiese besteht die Möglichkeit, an unterschiedlichen Vorträgen teilzunehmen. Auch kann man sich zu unterschiedlichen Touren anmelden, bei denen Ranger in die Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft führen.

Zu dieser Zeit ist die Hirschbrunft in vollem Gang.

Der beeindruckende Weststrand leidet das ganze Jahr durch Stürme, die ständig an der Abbruchkante nagen. Jahr für Jahr geht Land verloren und neues wird an der Nordspitze, am Darßer Ort, angespült. Der Weststrand kann das ganze Jahr über besucht werden.


Hingegen gelangt man zu manchen Bereichen des wilden Nordstrands nur im Rahmen einer Führung.


An den Nationalparktagen kann unter der Leitung eines Rangers das “Kranicherwachen” am Pramort beobachtet werden. Ein beeindruckendes Schauspiel, wenn tausende Kraniche mit der aufgehenden Sonne nach und nach zu ihren Futterplätzen aufsteigen.

Am Kranorama bei Günz wird sogenanntes “Ablenkungsfutter” für die Kraniche verteilt, damit sie während ihrer Rast in den Süden nicht auf den Feldern der Landwirte nach Nahrung suchen. Hier lassen sich tagsüber tausende Kraniche, Enten und Gänse aus nächster Nähe beobachten.

Text und Bilder: Peter Gasselsdorfer